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Das Sporthandbuch des BDS

Die Anerkennung als Dienst-Sportpistole oder -revolver regelt der BDS in seiner Sportordnung. Genauer gesagt im: "Sporthandbuch, Kurzwaffen, K 10, Anhang 2, Kurzwaffenteil." Die dort veröffentlichte Liste schließt im Wettkampf jegliche Diskusson über die Zulässigkeit der Waffe aus - entweder die Waffe ist aufgelistet und entspricht den technischen Anforderungen, oder eben nicht. So einfach kann das sein ...

Für mich ist das natürlich die beste Referenz.

Die Dienstwaffenliste(n) des BDMP

Im Internet wurde immer mal wieder die sog. "Dienstwaffenliste" des BDMP veröffentlicht. Angeblich nimmt der BDMP nur Waffen in die Liste auf, über die Literaturhinweise in anerkannten Printmedien existieren.

Bei der Waffenkontrolle auf Meisterschaften kann die Liste als Referenz bzw. der Orientierung dienen. Sollte die vorgelegte Waffe nicht in der Liste enthalten sein, muss der Schütze damit rechnen, dass die Waffe für die betreffende Disziplin nicht zugelassen wird; es sei denn, er kann den schriftlichen und anerkannten Nachweis erbringen (z.B. Erklärung der Herstellerfirma oder der Behörde), dass seine Waffe bei einer Dienststelle der Armee oder Polizei eingeführt wurde. Im Zweifel ist immer der Schütze beweispflichtig!

Deshalb wird von offizieller Seite des BDMP darauf hingewiesen, dass die "Dienstwaffenliste" KEINEN Anspruch auf Vollständigkeit oder Fehlerfreiheit erhebt. Trotzdem ist sie m.E. hilfreich und sinnvoll, insbesondere wenn man berücksichtigt, dass es in anderen Verbänden überhaupt keine Veröffentlichungen dieser Art gibt.

Die Dienstwaffenliste zu führen und zu aktualisieren obliegt dem jeweiligen Bundesreferenten für statische Kurzwaffen im BDMP. Die wohl älteste Liste, die im Internet veröffentlicht wurde, war die Liste des Bundesreferenten Heinrich Schreckenberg, Stand 15.01.2003.

Neu gestaltet, überarbeitet und vor allem stark gekürzt wurde die Liste von Robert Winckelsesser, Stand 04.04.2006.

Eine weitere Liste stammte von Kurt Weber, Stand 01.07.2007. Erstmalig werden auch Angaben zu den Ländern, in denen die Waffen eingeführt wurden und zur entsprechenden Literatur gemacht.

Vom 01.10.2007 stammen die sog. "Sipos" Dienstwaffenlisten (es sind zwei, je eine für Pistolen und Revolver). Diese Listen scheinen in der Form überarbeitet zu sein, dass ältere Verweise, ohne Angabe entsprechender Literatur und Länder, wie sie in der "Weber"-Liste noch vorkamen, gestrichen wurden. Oder anders ausgedrückt: die Listen sind gekürzt, um mögliche Fehler zu beseitigen. Leider fehlen aber Angaben über aktuelle Waffen, wie z.B. der H&K P 30 L (eingeführt in Norwegen) oder der Sig Sauer X-Five SO (lt. Firma anerkannt vom BDMP).

Letztlich dienen auch die inoffiziellen "Dienstwaffenlisten" des BDMP dieser Site als Referenz. Zu den einzelnen Waffen wird deshalb jeweils angegeben, ob und in welcher Disziplin die Waffe vom BDMP anerkannt wurde. Den Schützen in den anderen Verbänden kann dies zumindest als Argumentationshilfe dienen.

Die erste offizielle Dienstpistolenliste des BDMP trägt das Datum 14.03.2014 und wurde vom Vizepräsidenten Sport, Heinz-Peter Tränkle, auf der Seite des Bundesverbandes veröffentlicht. Angaben zur Literatur finden sich in der Liste nicht mehr. Lediglich die Bezeichnung der Waffe und deren Kaliber sind den entsprechenden Disziplinen zugeordnet.

Die derzeit aktuelle Liste trägt das Datum 17.01.2015. Sie beinhaltet Angaben zu Dienstpistolen in den Disziplinen DP1, DP2 und DP3 sowie Angaben zu Dienstrevolvern in der Disziplin DR1.

US Police Departments

... oder, es lebe die Dienstvorschrift!

In den Foren ist immer wieder zu lesen, dass angeblich im Sheriff´s Office ABC die Waffe XY als Dienstwaffe geführt wird und deshalb auch anerkannt werden müsste.

Ohne entsprechenden Literaturhinweis oder Quellennachweis sind diese "Meldungen" aber nicht viel wert. In der Forums-Diskussion kommt deshalb schnell die Kritik auf, man könne das sowieso nicht nachprüfen und die Waffen würden deshalb grundsätzlich unberechtigt als Dienstwaffen tituliert.

Würde bspw. behauptet, die Desert Eagle im Kaliber .50 AE wird von einem Sheriff als Dienstpistole geführt, ist die Kritik mit Sicherheit berechtigt. Bei Pistolen von Kahr, Kel-Tec, Kimber, Les Baer, Wilson etc. kann man aber den möglichen Einsatz als Dienstwaffe nicht pauschal verneinen.

Hier stellt sich also die Frage, gibt es Quellen zur Verifizierung? Eindeutig: JA!

Zum einen führt das US Justiz-Ministerium Statistiken über die Bewaffnung der Police Departments und jedes einzelnen Sheriff´s Office. Diesen kann entnommen werden, in welchen Kalibern die Dienstwaffen jeweils geführt werden. Die Bandbreite reicht von 9 mm Para, über 10 mm Auto, . 40 S&W bis zu .45 ACP. Für die Dienstrevolver sind .375 Magnum und .38 Special üblich. Das Kaliber .50 AE ist definitiv nicht dabei - also ade "Desert Eagle".

Zum anderen veröffentlichen die Police Departments und Sheriff´s Offices die sog. "Policy and Procedure Manuals", also ihre Dienstvorschriften. Und dort ist im Detail nach zu lesen, welche Waffen als "Service Pistol", "Duty Weapon" oder "Authorized Firearm" ihren Dienst tun.

Zur Zeit werte ich diverse Quellen aus und ergänze schrittweise die Seiten mit entsprechenden Zitaten aus den Dienstvorschriften.